Swiss Support Comitee for Eritrea

Geschichte
Das Schweizerische Unterstützungskomitee für Eritrea wurde im Oktober 1977 in Bern gegründet. Zuvor hatte im Sommer eine Schweizer Delegation die befreiten Gebiete Eritreas besucht. Nach der Rückkehr gründete eine Gruppe Eritrea-Interessierter, beeindruckt vom Widerstandswillen der Bevölkerung und betroffen von der humanitären Not, das SUKE.
Während des 30-jährigen Befreiungskampfes hat das SUKE vorwiegend humanitäre Hilfe an die vom Hunger und Krieg betroffene Zivilbevölkerung Eritreas geleistet und hier in der Schweiz über die Lage und Anliegen der Menschen in Eritrea informiert.
Seit der Unabhängigkeit Eritreas 1993 unterstützt das SUKE Entwicklungsprojekte von privaten, halbstaatlichen und staatlichen Organisationen sowie humanitäre Aktionen.
Schwerpunkt der Entwicklungsprojekte ist die Frauenförderung, wobei verschiedene thematische Bereiche abgedeckt werden.

Auftrag
• SUKE unterstützt Entwicklungsprojekte in Eritrea, die eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung, unabhängig von Rasse und Religion, zum Ziel haben. Dabei wird besondere Aufmerksamkeit darauf gelegt, dass die Bevölkerung aktiv in die Identifizierung, die Durchführung und die Auswertung der Entwicklungsprojekte einbezogen ist.
• SUKE leistet bei Bedarf Nothilfe in Eritrea. Nothilfeprojekte sollen aber in der Regel mit einem Entwicklungsprojekt einhergehen, um Notsituationen nachhaltig zu lösen.
• SUKE informiert die Schweizer Öffentlichkeit über Ereignisse und Entwicklungen in Eritrea und am Horn von Afrika, sowie aktuelle Fragen der Entwicklungszusammenarbeit.
• SUKE setzt sich für eine Vernetzung und Koordination unter den Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit in Eritrea ein, um Synergien zu nutzen und eine höchstmögliche Wirkung zu erzielen.
Um diesen Auftrag wahrzunehmen, arbeitet SUKE mit anderen Organisationen in der Schweiz, Europa und Eritrea zusammen.
Das SUKE arbeitet in Eritrea mit privaten, halbstaatlichen oder staatlichen Organisationen zusammen, die Gewähr bieten, dass Hilfsgelder zweckmässig, wirtschaftlich und wirksam eingesetzt werden und der Bevölkerung zugute kommen, und dass Entwicklungsprojekte nach anerkannten Kriterien der Entwicklungszusammenarbeit realisiert werden.
Im Rahmen der Informationsarbeit gibt das SUKE zweimal jährlich eine Zeitschrift - das „Eritrea-Info“ – heraus, die an alle Spenderinnen und Spender verschickt wird.

Qualität
Seit Oktober 2005 verfügt das SUKE über die ZEWO-Zertifizierung, die das SUKE mit „verdient Vertrauen“ auszeichnet. Seit seiner Gründung 1977 war das SUKE bestrebt, nach den ZEWO-Prinzipien zu arbeiten. Das rote Logo ist mittlerweile ein Standard geworden und wird von vielen Spenderinnen und Spendern verlangt. Für Beiträge aus öffentlicher Hand (Bund, Kantone, Gemeinden) ist die Zertifizierung weitgehend Voraussetzung geworden.
Das Siegel bestätigt dem SUKE den wirtschaftlichen, zweckbestimmten und wirkungsvollen Einsatz von Spendengeldern und steht für transparente Organisationen mit funktionierenden internen und externen Kontrollstrukturen, die Lauterkeit in der Mittelbeschaffung und Kommunikation wahren. Ferner gewährleistet das Siegel den Spendenden den Abzug der Spende von den Steuern nach den jeweiligen Bestimmungen (Direkte Bundessteuer, Kantons- und Gemeindesteuern). Die ZEWO-Zertifizierung hat eine Gültigkeit von fünf Jahren und bedarf anschliessend einer Neuprüfung, die im Jahr 2011 erfolgreich abgeschlossen wurde.
Die Projekte, die SUKE unterstützt, verfolgen die Prinzipien von Qualität, Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit sowie Gerechtigkeit.

Organisation
Das SUKE besteht aus folgenden Organen:
• Der Mitgliederversammlung, die ordentlich einmal im Jahr stattfindet. Wichtigste Aufgaben der Mitgliederversammlung sind: Abnahme des Jahresberichtes des Präsidenten, der Jahresrechnung und des Kontrollstellenberichtes. Die Wahl des Präsidenten, des Kassiers und der übrigen Vorstandsmitglieder sowie der Kontrollstelle. Die Bestimmung des Aktionsprogramms.
• Der Vorstand, der aus mindestens fünf natürlichen Personen besteht und sich mindestens drei Mal im Jahr trifft. Wichtigste Aufgaben des Vorstandes sind: Die Koordination des Aktionsprogramms. Die Beschaffung und Verwendung der Mittel des SUKE. Die Organisation von Sekretariat und Buchhaltung.
• Die (externe) Kontrollstelle, die über die ordentliche Geschäftsführung wacht.
• Das Sekretariat, das die Tagesgeschäfte erledigt. Das Sekretariat ist aktuell mit einer Teilzeitstellen besetzt (insgesamt 60%). Ein guter Teil der Aktivitäten des SUKE beruht auf Freiwilligenarbeit.

Zusammenarbeit
Zusammenarbeit ist für eine kleine Organisation ein Schlüsselwort. Diese Zusammenarbeit beginnt auf der Ebene der Mitglieder und Spenderinnen und Spender: Sie werden regelmässig über die Fortschritte in den Projekten und die Aktualitäten in Eritrea informiert (Eritrea Info, SUKE Intern und Mitgliederstamm), sie werden in die Arbeit von SUKE integriert – ein grosser Teil der Arbeit von SUKE beruht auf Freiwilligenarbeit und dank der Projektpatenschaften ergibt sich eine Verbundenheit mit den Menschen in den Projekten. Es handelt sich dabei aber nicht um Einzelpatenschaften, sondern um Kollektivpatenschaften (gemäss den Richtlinien der ZEWO). Zu den Patenschaftsprojekten gehören die Hörbehindertenschulen in Keren und Asmara, die Blindenschule Abraha Bahta.
In der Schweiz ist das SUKE die treibende Kraft der Plattform Eritrea, in der unter anderen das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS), Medico International und das Centre for Development and Environment (CDE) der Uni Bern vertreten sind.
Mit den deutschen Hilfswerken Eritrea Hilfe Deutschland, Hammer Forum und TerraTech werden regelmässig gemeinsame Projekte durchgeführt.
In Eritrea arbeitet SUKE mit privaten, halbstaatlichen oder staatlichen Organisationen zusammen. Die Projekte werden von den Partnerorganisationen erarbeitet und abgeklärt. Das SUKE führt keine eigenen Projekte aus, sondern unterstützt und begleitet die Projektpartner in der Ausführung ihrer Projekte.