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Staudamm Hatzina

Hintergrund:

Hatzina liegt 14 Km östlich von Areza und 34 Km westlich von Mendefera in der Südregion Debub. Das Dorf und seine Umgebung zählen rund 6000 Einwohner. Durchschnittlich erhält das Gebiet 500 mm Niederschlag, was normalerweise zum Regenfeldbau genügt. Da die Niederschläge oft sehr heftig sind, fliesst ein Teil des Regenwassers ungenutzt oberflächlich ab.
Die Bevölkerung ist zu 90% in der Landwirtschaft tätig, wobei Gerste, Weizen und Teff sowie Bohnen die wichtigsten Kulturen sind.

Aktivitäten:

Das Projekt wurde vom Hatzina Village Development Committee in Zusammenarbeit mit einem Ingenieur und den zuständigen Ministerien ausgearbeitet. Es sieht den Bau eines Mikrodamms mit einer Länge von 82 und einer Höhe von 11 Metern vor. Ein Sandfilter wird die Trinkwasserqualität sichern. Von dort gelangt das Wasser in ein Reservoir, das die Zapfstellen in Hatzina versorgt.
An erosionsgefährdeten Stellen wurden Terrassen erstellt und Feigenkakteen und andere schnell wachsende Büsche/Bäume gepflanzt. Die Feigenkakteen sind im eritreischen Hochland weit verbreitet. Die Früchte können vermarktet werden.
Das Hauptziel des Projektes ist die Versorgung mit Trinkwasser sowie die Erhöhung der Nahrungssicherheit.
Alle vorbereitenden Arbeiten konnten ausgeführt werden, die Pflanzungen sind gut angewachsen. Wegen einem Mangel an Zement konnte leider noch nicht mit dem Bau des Dammes begonnen werden.

Weil Baumaterialien derzeit teuer und rar sind fokussiert SUKE bei neuen Projekten auf Bildung, Gesundheit, traditionelle Formen der Einkommenssicherung z.B. Bienenprojekt und alternative Projekte: eine Solaranlage für die Hörbehinderten Schule in Keren (Eritrea Info 83 S.4/5).

Beitrag von SUKE:

Die Gesamtkosten betragen 430‘000 Franken, davon übernimmt das SUKE 350‘000 Franken und das Hatzina Village Development Committee 80‘000 Franken.

Aktuellster Bericht: Eritrea Info 75 S.4/5