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Brillenwerkstatt ENWDVA

Hintergrund:

Die Brillenwerkstatt in Asmara ist ein Projekt der Kriegsversehrtenvereinigung (ENWDVA). Ziel der Organisation ist es einerseits, den über 18 000 kriegsverletzten Frauen und Männern aus dem 30-jährigen Befreiungskrieg (1961 – 91) und dem sinnlosen Grenzkrieg (1998 – 2000) eine existenzsichernde Arbeit zu ermöglichen. Vergleich dazu: Kleinkreditprogramme.
Andererseits kommt die Vereinigung für Kriegsversehrte für einen großen Teil der Gesundheitskosten ihrer Mitglieder auf.

Weil die Mitglieder älter werden und vermehrt Brillen benötigen, stiegen die Kosten für den Ankauf von Brillen stark an. Die Verantwortlichen der Gesundheitskommission der ENWDVA berieten wie die Kosten für die Sehhilfen reduziert werden könnten und die Idee, Brillen selber herzustellen, wurde geboren.
2009 konnte die ENWDVA die ersten gebrauchten Maschinen zur Bearbeitung von Brillengläsern entgegennehmen. Seither ist die Brillenwerkstatt ständig gewachsen und verfügt über alles Material: von der Abklärung der benötigten Korrektur über das Einschleifen der Linsenrohlinge bist zur Abgabe der individuell angepassten Brille. Mitglieder der Kriegsversehrtenvereinigung bekommen die Sehhilfen zu einem besonders günstigen Tarif; aber auch Nicht-Mitglieder können Brillen kostengünstig erwerben, was für viele entlastend ist, da die Sehhilfen am freien Markt sehr teuer sind.

Aktivitäten:

Die Brillenwerkstatt bietet heute den gesamten Service: von der Augenuntersuchung bis zur Abgabe einer individuell angepassten Brille.
Wenn für Mitglieder die Anreise nach Asmara zu teuer oder zu beschwerlich ist, bietet die Brillenwerkstatt Augenuntersuchungen im Dorf an. Anhand der ermittelten Werte werden die Sehhilfen hergestellt und von Mitarbeitern der ENWDVA nach Hause geliefert.

Beitrag des SUKE:

2016 finanzierten SUKE und die Schweizer Partnerorganisation „Aktion Lichtblick“ den Ankauf von Linsenrohlingen. Beitrag „Aktion Lichtblick“ 10.000.- Fr.; Beitrag des SUKE: 23.000.- Fr.

„Recycling-Brillen“ aus der Schweiz werde zum Teil direkt an Kunden abgegeben. Wenn die Korrekturstärke nicht stimmt, werden die Brillengestelle mit neuen, passenden Linsen bestückt.

Aktuellster Bericht Eritrea Info 75 S.6